Maßnahmen
Bevor auf geeignete Maßnahmen eingegangen wird ein Tipp vorweg:
Antworten Sie niemals auf eine Spammail, denn E-Mail-Adressen die eine Reaktion
des Empfängers, also von Ihnen, hervorrufen gelten als verifiziert und werden in der Regel als
wertvoll erachtet. Somit wäre wohl zukünftig mit einem Anstieg des Spamvolumens an Ihre
E-Mail-Adresse zu rechnen!
Es gibt einige Methoden, die eigene Mailadresse zu schützen oder zu verschleiern.
Erfahrungsgemäß bekommen Spammer diese aber früher oder später heraus, sei es durch
"Ernten" der versehentlich z.B. in einem Forum genutzten Adresse oder durch "Ausspähen"
von Adreßbuchdaten oder Ähnliches.
Neben der Filterung der Nachrichten, die derzeitig als einzigst praktikable Lösung
angesehen wird, kann Spam schon im Vorfeld dadurch verringert werden, dass
E-Mail-Adressen nur an vertraute Personen weitergegeben und nicht im Internet
veröffentlicht werden. Um trotzdem an Foren teilzunehmen oder eine Webseite zu betreiben,
gibt es Möglichkeiten die E-Mail-Adresse zu "tarnen" bzw. zu verschleiern. Einige
Möglichkeiten werden im Folgenden aufgezeigt:
Tarnen von E-Mail-Adressen
Da die E-Mail-Adressen aus dem Internet von so genannten Spam-Harvestern (vollautomatische
Programme, die ständig auf der Suche nach E-Mail-Adressen sind - auch Adresssammler genannt)
aus den Newsgroups und Webseiten extrahiert werden, kann die Erwähnung einer
E-Mail-Adresse auf Webseiten und im Text von Usenet-Artikeln auch so manipuliert werden,
dass sie nur von Menschen, aber nicht von Maschinen verstanden wird.
Beispielsweise wird
statt "MeinName@beispiel.de" die Adresse "MeinName@beispiel007.de mit dem Hinweis
entferne "007" angegeben oder "MeinName_at_beispiel.de" mit dem Hinweis ersetze das
"_at_" durch ein "@". Der Adresssammler kann die Manipulation somit nicht erkennen.
Die häufig empfohlene Kodierung der Zeichen in der
Form "a@b.c" stellt für die meisten Adresssammler mittlerweile
kein Hindernis mehr dar.
Verschlüsselungen mittels Javascript sind hingegen schon aufwendiger,
da der Spam-Harvester in diesem Fall einen Javascript-fähigen Browser integriert haben muss.
Eine hohe Sicherheit bieten sogenannte Captchas, beispielsweise das Abbilden der
E-Mail-Adresse als Bild.
Nutzung von BCC
Wenn Sie desöfteren E-Mails an zahlreiche Personen gleichzeitig verschicken empfiehlt es
sich, die E-Mail an sich selbst zu addressieren und die eigentlichen Empfänger in das
BCC-Feld zu nehmen. BCC steht für Blind Carbon Copy und wird von jedem E-Mailprogramm
unterstützt. Die Empfänger Ihrer E-Mail erhalten dann eine so genannte Blindkopie womit
sichergestellt ist, das die E-Mail-Adressen nicht allen Empfängern übermittelt werden und
somit auch nicht unnötig verbreitet werden.
Abschliessend sei angemerkt, dass es derzeitig kein perfektes Verfahren gibt, um SPAM
vollkommen zu vermeiden. Durch die Kombination mehrerer technischer Verfahren ist es
aber heute möglich, das Spamproblem auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.
Spamfilter
Ein Spamfilter ist ein Computerprogramm, das automatisch versucht Spam auszufiltern,
bevor er von Ihnen wahrgenommen werden kann. Mittlerweile gibt es dafür sogar schon
intelligente, "selbstlernende" Programme. Folgende Methoden werden dezeitig genutzt:
- aussortieren an Hand regulärer Ausdrücke mittels so genannter Blacklists
- ausfiltern mittels eines Bayes-Filter
- ausfiltern mittels einer datenbank-basierten Lösung - DB-Filter